Wechseltaktpulsation

Wesentliches Kennzeichen der Wechseltaktpulsation ist, dass die Pulsatoren je 2 Ventile enthalten, die zeitversetzt in die Saugphase bzw. Entlastungsphase schalten. Durch diese alternierende Pulsation ist die Gefahr von Schwankungen des Anlagenvakuums bei gleichem Durchmesser der Luftleitungen geringer als bei Gleichtaktpulsation. Ebenso sind die zyklischen Schwankungen des Melkzeugvakuums bei Wechseltaktpulsation geringer als bei Gleichtaktpulsation. Folglich wirkt während der Saugphasen und der Entlastungsphasen ein annähernd gleich hohes Vakuum auf die Zitzen ein. Das ist nicht nur von Vorteil, obwohl unkontrollierte Schwankungen des Melkzeugvakuums zu vermeiden sind. Denn ein dauerhaft hohes Melkzeugvakuum wirkt sich wegen des dadurch ununterbrochenen Saugens insbesondere bei empfindlichen (dünnen) Zitzen erwiesenermaßen negativ auf die Zitzenkondition aus und fördert die Bildung von Hyperkeratosen. Zudem ist Wechseltaktpulsation infolge des zeitversetzten Öffnen und Schließens der Zitzengummis mit der Gefahr einer sogenannten Kreuzkontamination (Bakterienübertragung zwischen einzelnen Zitzen) verbunden.

(C) Dr. Dirk Hömberg, D-48167 Münster, alle Rechte vorbehalten

 

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