Gefährdung der Eutergesundheit

Im Euter verbleibende Restmilch wirkt sich nicht nur ungünstig auf die Milchleistung aus. Darüber hinaus beeinträchtigt sie auch die Eutergesundheit. Die meisten Milchviehhalter haben schon mehr als einmal die Erfahrung gemacht, dass es schnell zu einem Anstieg der Zellzahlen und zu akuten Euterentzündungen kommt, wenn ihre Kühe den Melkstand mit schlecht ausgemolkenen Eutern verlassen.

Der Grund dafür ist, dass mit der Restmilch Nährstoffe und bei infizierten Eutern auch Krankheitserreger sowie deren Stoffwechselprodukte in den Eutern verbleiben. Letztere sind für die Euter ein Zellgift. So bestätigen zahlreiche wissenschaftliche Studien denn auch eindeutig die Praxiserfahrung, dass Restmilch das Entstehen neuer Euterentzündungen begünstigt und die Heilung bestehender Eutererkrankungen behindert. Teilweise gibt es gar keine anderen Therapieformen als häufiges und gründliches Ausmelken, z.B. bei Infektionen durch Hefen. Dementsprechend stellen die zuvor zitierten sächsischen Forscher fest, dass „die vollständige Euterentleerung einen Grundpfeiler für die Erhaltung der Eutergesundheit sowie der Milchleistung bildet“.

(C) Dr. Dirk Hömberg, D-48167 Münster, alle Rechte vorbehalten

 

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