Gleichtaktpulsation

Bei Gleichtaktpulsation befinden sich alle Melkbecher eines Melkzeugs zur selben Zeit in der Saugphase bzw. Entlastungsphase. Sie wird daher auch als simultane Pulsation bezeichnet. Ein Vorteil dieses Verfahrens ist, dass die Pulsatoren nur je ein Ventil enthalten müssen und somit billiger sein können. Es gibt aber auch reichlich Gleichtaktpulsatoren mit 2 Ventilen. Weiterhin kann sich Gleichtaktpulsation bei passend dimensionierten Sammelstücken und Milchschläuchen positiv auf das in den Zitzengummis direkt auf die Zitzen einwirkende „Melkzeugvakuum“ auswirken. So können bei Melkanlagen mit obenliegenden Milchleitungen (z.B. in Anbindeställen oder Swing-Over-Melkständen) die „milchflussabhängigen Vakuumverluste“ (Abfall des Melkzeugvakuums in den Saugphasen) gegenüber Wechseltaktpulsation deutlich verringert werden. Allerdings nur, wenn dieser Effekt nicht durch hydrodynamische Fehler (z.B. zu lange Milchschläuche) verhindert wird. Zudem bewirkt Gleichtaktpulsation in den Entlastungsphasen üblicherweise eine begrenzte Absenkung des Melkzeugvakuums, so dass das Zitzengewebe weniger stark belastet wird.

(C) Dr. Dirk Hömberg, D-48167 Münster, alle Rechte vorbehalten

 

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